MPI – Leistungserhöhung Kältetechnik
Juni 2023 – November 2024
Kältetechnik
Max-Planck-Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaften e.V.
1.050.000,- €
Erhöhung der Kälteleistung der Kälteerzeugung für das Laborgebäude. Die zwei bestehenden Kältemaschinen mit Turboverdichtern haben eine Leistungssteigerung auf je 550 kW erhalten. Insgesamt steht dem Laborgebäude somit eine Kälteleistung von 1100 kW zur Verfügung. Für die Rückkühlung der beiden bestehenden Kälteerzeuger, wurden zwei neue V-Trockenrückkühler auf dem Dach des Seminarraums installiert. Aus statischen Gründen mussten auf die Glykol-Auffangwannen verzichtet werden. Eine sichere Ableitung wird durch eine Glykol-Überwachung im Regenwasserfallrohr gewährleistet.
Zusätzlich zu den beiden Kälteerzeugern wurde eine freie Kühlung mit in das Kältenetz integriert. Mit Hilfe zweier Plattenwärmetauscher mit je 250 kW kann sowohl direkt als auch indirekt gekühlt werden. D. h. falls das Temperaturniveau von VL/RL 10/16°C nicht erreicht wird, wird der Rücklauf in Reihe zu den Kältemaschinen geschaltet. Somit sinkt der Energiebedarf für die Kälteerzeugung.
Ferner wurde ein neuer Primärverteiler und Sekundärverteiler in der Kältezentrale untergebracht. Die Kältemaschinen wurden komplett vom Primärverteiler und den Rückkühlern neu verrohrt. Über den Sekundärverteiler wurden die einzelnen Bestandsleitungen angefahren. Bedingt durch den ständigen Betrieb des Laborgebäudes durfte die Kälteerzeugung nicht abgestellt werden. Dies wurde mit Hilfe einer mobilen Kälteanlage umgesetzt. Die Umschlussarbeiten wurden entsprechend eingeplant, so dass der Betrieb nicht beeinträchtigt war.
Für die hydraulische Einregulierung stehen je Abgang an den Verteilern Belimo Energy Valve zur Verfügung. Die MSR kann die einzelnen Stränge überwachen und mit den o. g. Ventilen entsprechend regulieren. Das Bestandsnetz wurde vom Mischbetrieb auf Einspritzbetrieb umgestellt. Dies ermöglicht höhere Rücklauftemperaturen. Damit steigt die Spreizung und der Energiebedarf sinkt.
Das komplette Rohrnetz besteht aus geschweißten Stahlrohren bis zur Nennweite DN200. Für die Schweißarbeiten mussten die entsprechenden Brandschutzmaßnahmen eingehalten werden.
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